Bern, 5. Juli 2007 Wie unsere Kulturlandschaft zugrunde geht - Wird die Schweiz zugebaut?

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Bern, 26. März 2006 Medienmitteilung Stopp der Zersiedelung

250 Personen aus Politik, Wirtschaft, Forschung, Lehre und Praxis der Raumplanung versammelten sich gestern zu einem vom Aktionskomitee Galmiz – Ja zur Raumplanung organisierten Symposium an der ETH in Zürich. Einig waren ich die Anwesenden, dass der gegenwärtige Trend in der Besiedelung sowohl den langfristigen Interessen des Wirtschaftsstandortes Schweiz als auch dem Gebot der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere der Ressource Boden, schadet. Sollte dieser Trend weiter gehen, würde er sowohl den Niedergang der Landschaft als auch der urbanen Zentren und Städte besiegeln. Das Symposium schloss mit einem einhelligen Appell an die mit dem Vollzug des Raumplanungsgesetzes beauftragten Behörden, der weiteren Zersiedelung des Landes Einhalt zu gebieten. Einigkeit bestand auch darüber, dass die Trennung von Bauland und Nichtbauland das A und O für ein revidiertes Raumplanungsgesetz sein muss.

Das Fazit der verabschiedeten Resolution:

1. Die geltenden Vorschriften des geltenden Raumplanungsgesetzes zur Trennung von Bauzonen und Nichtbauzonen dürfen auf keinen Fall weiter abgeschwächt werden, sondern sie sind konsequenter anzuwenden.

2. Nicht die ganze Schweiz darf zur „Metropole“ werden. Auch nicht das ganze Mittelland.

3. In der räumlichen Entwicklung darf es nicht nur um städtebauliche Entwürfe und Visionen gehen. Die Interessen der nachhaltigen Landwirtschaft und die Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln sind für die Gestaltung des Lebensraumes Schweiz unverzichtbar.

4. Bund und Kantone sollen die Koordination ihrer Pläne neu organisieren, damit Debakel wie „Galmiz“ künftig vermieden werden.

5. Die überbaubare Fläche der Schweiz darf insgesamt nicht mehr vergrössert werden. Neueinzonungen sind mit Rückzonungen zu kompensieren. Wenn es dafür ein einen neuen Verfassungsartikel braucht, sind entsprechende Schritte einzuleiten.


24. Januar 2006: Amgen verzichtet auf den Standort bei Galmiz.
Damit ist das wichtigste Ziel unseres Komitees erreicht: Ein raumplanerisches Präjudiz mit fatalen Folgen für die ganze Schweiz wurde verhindert. Der Kanton Freiburg muss die Industriezone wieder zurückzonen. Durch den Widerstand gegen die bundesrechtswidrige Umzonung wurde den Behörden im ganzen Land deutlich gemacht, dass sie nicht unter dem Deckmantel der Wirtschaftsförderung geltende Gesetze zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen umgehen können.

Um aufzuzeigen, wie künftig die langfristigen Interessen der Wirtschaft und des Landschaftsschutzes in Einklang gebracht werden können, veranstalten wir am 25. März an der ETH ein Symposium.
Kommen Sie an diesen Anlass und helfen Sie auf diese Weise mit, dass künftige Fälle wie Galmiz verhindert werden können!
Infos zum Symposium

20. Dezember 2005:
Pressekonferenz «Galmiz – ein Jahr danach»
9.00 Uhr, Hotel Kreuz Bern
Das Aktionskomitee zieht nach einem Jahr Bilanz, stellt seine Forderungen an die mit dem Vollzug des Raumplanungsgesetzes beauftragten Behörden und orientiert über die weiteren vorgesehenen Massnahmen. Übergabe eines offenen Briefes an die Bundesräte Deiss und Leuenberger.
Download Pressefoto «Griff nach der Schweiz», Foto Hansueli Trachsel

Hinweis: 25.3.2006 Symposium an der ETH Zürich: «Griff nach der Schweiz – Lehren aus Galmiz»

21.10.2005: Das Thema Galmiz ist immer noch aktuell!
In einer Vortragsreihe der ETH Zürich wird unter anderem auch die aktuelle Lage im Fall Galmiz und die Bedeutung für die Raumentwicklung und den Natur- und Landschaftsschutz zur Sprache kommen: Programm, Plan

Für die zweite Novemberhälfte plant unser Komitee eine Medienkonferenz und für den 25. März 2006 ein Symposium an der ETH Zürich zum Thema «Was können wir aus Galmiz lernen? Wirtschaft und Raumentwicklung im globalen Wettbewerb». Eine Vorankündigung mit Programm erfolgt noch in diesem Jahr.


18. September 2005: Brief an AMGEN
AMGEN-Chef Europa Rolf Hoffmann antwortete verschiedenen Mitgliedern des «Aktionskomitees Galmiz – Ja zur Raumplanung Schweiz» mit einem Brief und gab in «Finanz und Wirtschaft» vom 31. August 2005 ein Interview.
Fazit: ein Standortentscheid für eine Produktionsanlage in der Schweiz ist derzeit für AMGEN nicht aktuell, es gibt zeitlich keine «Deadline». Aber Zug wird als Hauptsitz von AMGEN für alle künftigen AMGEN-Entscheide in Europa, Russland, Asien und Australien erhoben.

Im Namen des Komitees haben Prof. Dr. U. Luz und H. Weiss (Geschäftsleitung) diesen Brief an AMGEN geschickt.


Weitere geplante Aktivitäten des Komitees:
Das Aktionskomitee wird die Öffentlichkeit via Medien über die Reaktion von AMGEN auf diesen Brief informieren.

Sollte AMGEN sich trotz des landesweiten Widerstandes für eine Anlage am Standort Galmiz im Grossen Moos entscheiden, würde der Kampf dagegen erneut aufgenommen und sich dann auch gegen AMGEN als verantwortliches Unternehmen wenden. Bisher galt der Kampf der bundesrechtswidrigen Einzonung (und nicht der Firma AMGEN als solcher oder einem konkreten Projekt, das derzeit nicht besteht oder nicht bekannt ist).

Ein grösseres Symposium an der ETH Zürich wird am 25. März 2006 – unabhängig von einem allfälligen Entscheid von AMGEN – dem Thema Standortwettbewerb und Raumplanung Schweiz gewidmet sein.
Die offizielle Ankündigung und Bekanntgabe des Programms erfolgt noch im 2005.

14. Juni 2005: Dr Galmizblues! Exklusiver Download des Songs von Jakob Alt-Wirz: Song (mp3), Liedtext (pdf)

13. April 2005: Résolution_fr.pdf, und Resolution_dt.pdf

10. April 2005: Danke, Merci!
7'019 Franken an Kundgebung gesammelt (Danke an alle),
Collecte de plus de 7'019 francs suisses pendant la manifestation de Galmiz (Merci à tous), dt_fr.pdf


3. April 2005: ALLE AN DIE KUNDGEBUNG!

1. April 2005: AMGEN outet sich
Lesen Sie den NZZ-Artikel!

22. März 2005: Medienkonferenz über «Verliert die Schweiz den Boden unter den Füssen?»
in Ried bei Kerzers, im Grosses Moos. Präsentation des Geländes, der Situation und der Landschaftsentwicklung im Grossen Moos mit Beiträgen aus der Sicht der Politik, der Landesplanung, der Agrarpolitik und der Meliorationen. Am Schluss Surprise! 

21. März 2005: Galmiz-Moos mit dem eingezonten Industrieareal.
Die Fotomontage zeigt die im Bau befindliche AMGEN-Anlage in Juncos (Puerto Rico), mit Bioreaktoren, wie sie im Grossen Moos zu erwarten wären. (Luftaufnahme aus J.-P. Anderegg: Freiburger Kulturlandschaften, 2002)

Download Fotomontage (in Druckqualität, Passwort = galmiz), Download PDF d, PDF f

16. März 2005: Website online!
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